Kennst du die Rebsorte Frappato?

Die rote Rebsorte Frappato stammt von der Insel Sizilien (Italien) und wird praktisch nur dort angebaut. Ursprünglich stammt sie aus der Provinz Ragusa im Südosten der Insel, deren Provinzhauptstadt 2002 von der UNESCO zum UNESCO-Welterbe erklärt worden ist. Erstmals wurde diese Rebsorte dort im Jahre 1760 in der Stadt Vittoria erwähnt.

Auch heute wird Frappato praktisch nur in Sizilien angebaut, hauptsächlich in den Provinzen Ragusa und Syrakus. Sie ist in den DOC/DOCG-Weinen Alcamo, Cerasuolo di Vittoria, Eloro, Erice, Sicilia und Vittoria zugelassen. Die Anbaufläche wird insgesamt auf ca. 800 - 1000 Hektar geschätzt.

Zunächst wurde eine Abstammung von der vor allem in der Toskana (Italien) ansässigen Rebsorte Sangiovese vermutet. Gemäss einer im Jahre 2013 erfolgten DNA-Analyse wurde dies jedoch wiederlegt und die Abstammung einer vermutlich natürlichen Kreuzung zwischen der Rebsorte Gaglioppo und einem unbekannten Partner nachgewiesen. Ihren Namen Frappato könnte sich auf eine Herleitung des Wortes "fruttato" beziehen, was so viel bedeutet wie "viel Frucht". Sie ist auch unter den Synonymen Bezeichnungen Frappato di Vittoria, Frappato Nero, Frappato Nero di Vittoria, Frappatu, Frappatu di Vittoria, Nerello, Nerello di Catania, Nero Capitano und Surra bekannt.

Die mittel bis spät reifenden Trauben sind mit ihren dünnschaligen Beerenhäuten sehr anfällig auf Botrytis (Grauschimmelfäule) und andere Fäulniserkrankungen. Sie erzeugen eher helle, leichte Rotweine mit Aromen nach roten und schwarzen Früchten wie Erdbeere, Himbeere oder Kirsche. Zumeist wird die Frappato-Traube deshalb als Verschnitt mit anderen Sorten wie Nero d'Avola, Nerello Mascalese oder Nocera verwendet und kann diesen kraftvollen Traubensorten viel Frucht und Frische verleihen.

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